Ein Blick in die Historie
Die heutige Donau Carbon GmbH & Co. KG blickt auf eine wechselvolle, über 80-jährige Geschichte zurück, die eng mit
der Entwicklung des Großanlagenbauers Lurgi und der Metallgesellschaft AG verknüpft ist.
Bereits 1915 errichtete die Metallgesellschaft AG die erste Aktivkohle-Produktionsanlage in Europa. Lurgi verkaufte diese Kohlen
und verfügte bereits zu diesem Zeitpunkt über ein eigenes "Laboratorium für Adsorptionstechnik".
Nach dem ersten Weltkrieg wurde 1922 die Lurgi-Gesellschaft für Wärmetechnik gegründet, der eine Abteilung "Aktiv-Kohle" angegliedert war -
der historische Vorläufer unserer Firma.
Es folgte in den 20er Jahren der Bau der ersten Lösemittelrückgewinnungsanlage, in der Aktivkohle
eingesetzt wurde. Große Bedeutung erlangte die Aktivkohletechnik auch auf dem Gebiet der Gasolingewinnung aus Erdgas,
Fein- und Feinststaubreinigung von Synthesegas und der Gewinung von Leichtsiedern in Verbindung mit der Benzin-Synthese aus Kohle.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Aktivitäten auf die Gasfeinreinigung, Gasentschwefelung und Abscheidung/Rückgewinnung anderer leicht
zersetzlicher Lösemittel ausgedehnt.
Auch auf dem Gebiet der Trinkwasseraufbereitung und der Wasser- und Abwasserreinigung gehen die Aktivkohle-Aktivitäten bis in die
20er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück.
Von 1928 bis nach dem Ende des zweiten Weltkriegs war die Metallgesellschaft AG als Aktivkohleproduzent Mitglied der so genannten
Carbo-Norit-Union, gemeinsam mit den Firmen Bayer, Degussa, Norit, Ceca und Aussiger Verein.
Im Anschluß an diese Zusammenarbeit verkaufte Lurgi ab 1948 Aktivkohlen für Bayer und Degussa, woraus sich Anfang der 50er
Jahre die so genannte "Drei-Firmen-Gemeinschaft" entwickelte, die bis 1990 Bestand hatte.
Im Jahr 1992 wurde mit der Lurgi Aktivkohle GmbH unser unmittelbarer Rechtsvorgänger als Tochtergesellschaft der Lurgi gegründet.
Die Aktivkohle-Aktivitäten im Anlagenbau erhielten so ein anwendungsorientiertes Aktivkohle-Verkaufsgeschäft mit eigener Reaktivierungsanlage
sowie einem eigenes Forschungs- und Entwicklungslabor. Im Zuge der Umstrukturierung des Lurgi-Konzerns in den späten 90er-Jahren erfolgte dann die Bündelung
sämtlicher Aktivkohle-Aktivitäten, sowohl der des Produktgeschäftes als auch der des Anlagenbaus, in der Lurgi Aktivkohle GmbH
und im Jahr 1999 der Verkauf an unsere heutige Muttergesellschaft, die Donau Chemie AG in Wien.
Nach der Umfirmierung in Donau Carbon GmbH & Co. KG im Jahr 2000 erhielt Donau Carbon ihr neues Gesicht: es folgten die Gründung unserer
US-Tochtergesellschaft Donau Carbon Corp. in Springfield, New Jersey, sowie der Kauf der italienischen Siri S.p.A., unserer
Schwestergesellschaft, die heute als Donau Carbon S.p.A. firmiert und weltweit mit Schwerpunkt auf den Mittelmeeranrainerstaaten
im Anlagenbau tätig ist.
Seit 2002 betreiben wir im Donau Chemie-Werk Pischelsdorf (Österreich) neben der zweiten firmeneigenen Reaktivierungsanlage auch eine eigene
Aktivkohle-Produktionsanlage, in der imprägnierte Aktivkohlen für Spezialanwendungen hergestellt werden.
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